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Dies kann
zu vielen Problemen führen, wenn der Hund
unsere Rolle übernehmen muss, weil wir aus
seiner Sicht, nicht fähig sind ihn zu
führen.
Die erste Nacht
Für den Welpen muss es ganz schön schlimm
sein, von seiner Mutter und Geschwister
getrennt zu werden, dazu noch in einer
fremden Umgebung. Am besten platziert man
den Liegeplatz für den Kleinen neben dem
Bett, mit einem Laken versehen, der nach
seiner Mutter riecht. Wenn er sich verlassen
vorkommt, kann man ihm die Hand hinunter
strecken. Bei dieser Nähe wird man auch
wach, wenn er unruhig wird und eventuell
raus muss. Später kann man immer noch die
Entfernung zwischen Liegeplatz und Bett nach
und nach erweitern.
Stubenrein
Am Anfang muss der Welpe tagsüber mindestens
alle zwei Stunden raus, sicher nach jeder
Fütterung und nach dem Aufwachen. Meistens
merkt man es wenn der Kleine unruhig
herumläuft oder sogar Kreise dreht. In der
Nacht sperrt man ihn am besten in eine Box,
dann hört man sofort, wenn er unruhig ist.
Von Welpen zu Welpen ist es unterschiedlich,
wann er stubenrein ist, der eine schon mit
acht Wochen, der andere erst mit sechs
Monaten. Von Natur aus wird er weiche Plätze
bevorzugen und zur nächsten Wiese eilen oder
eben auf den Teppich! Loben, wenn er es am
gewünschten Ort erledigt hat. Auf gar keinen
Fall die Schnauze in sein Pipi drücken, wie
früher oft dummerweise als Strafe vollzogen
wurde, es könnte dann zu einem gestörten
Verhältnis „vom Geschäft erledigen“ kommen
und das Gegenteil bewirken.
Wenn man den Welpen auf frischer Tat
ertappt, reicht es wenn man ihn hochhebt und
ihn an das gewünschte Örtchen trägt.
Welpenspielgruppe
Auf den so genannten Welpenschutz kann man
nicht zählen, der gilt eigentlich nur im
eigenen Rudel, deshalb ist bei Begegnungen
mit Hunden, doch gewisse Vorsicht geboten.
Schlechte Erfahrungen können nur mühsam
wieder geglättet werden.
Es ist sehr wichtig, dass der Welpe
kontrolliert viel Kontakt zu fremden Hunden
anderen Rassen und jeden Alters hat. Vor
allem aber zu Gleichaltrigen, damit die
Sozialisierung weiter entwickelt werden
kann. Wichtig ist es, dass man eine gute
Schule findet, die wenn möglich mit der
Rasse Akita vertraut ist. Es gibt einige
Kursleiter, die nicht handeln, wenn die
Schützlinge ständig mobben oder gemobbt
werden. Ein dominanter Welpe, der andere
immer unterdrückt und nicht zur Rechenschaft
gezogen wird, wird immer noch stärker. Ein
Ängstlicher der immer der Geplagte ist, wird
dadurch gar nicht stärker.
Bei einem zu intensiven und aggressiven
Verhalten muss unbedingt der Welpen vom
Kursleiter oder besser noch vom Besitzer
korrigiert werden.
Aber bitte nicht mit Nackenschütteln
(Todschütteln der Beute) oder auf den
Rückendrehen (freiwillige Unterwerfung des
Welpen), sondern entweder durch Hochheben
des Welpen, dadurch wird der Situation ein
Ende bereitet oder den Welpen sanft am Hals
auf den Boden drücken und erst loslassen,
wenn er ruhig ist.
Die Akitas sind eher bei den Forschen, sie
spielen viel gröber als andere Hunde, was
für manche Leute auch falsch gedeutet werden
kann.
Es ist also extrem Wichtig sich vorzeitig
nach einer geeigneten Welpenspielgruppe zu
erkunden, denn nicht alles was glänzt ist
Gold!
Hundeschule
Lieber man hört mit der Welpenspielgruppe
vorzeitig (ca. 14 Wo) auf, falls der
Akitawelpen nicht mehr ausgeglichen spielt,
sondern bei kleineren Machtkämpfen immer der
stärker ist und somit in seiner
Überlegenheit bestärkt wird.
Bei der Suche nach einer geeigneten Schule,
würde ich auf jeden Fall achten, dass die
Kurse nach der Welpenspielgruppe fortlaufend
weiter geführt werden (Jungunde-,
Erziehungs- und Aufbaukurs…).
Obwohl der Akita sich nur bedingt für den
Hundesport eignet, tut es ihm sehr gut, wenn
er wenigstens im ersten Lebensjahr den
Hundeplatz besuchen darf.
Auch Hunde, die als Welpen gut sozialisiert
werden, können Problemverhalten zeigen, wenn
sie keine oder limitierte Möglichkeiten
haben, diese Erfahrungen aufzufrischen.
Für die Schutzhundeausbildung ist der Akita
nicht geeignet!
Prägung
Die Prägung ist ein besonderes Lernen, das
innerhalb eines befristeten Zeitraums zu
nahezu unauslöschlichen Lernergebnissen
führt. Sie dauert von der dritten bis etwa
zur sechzehnten Lebenswoche. In dieser Zeit
sollte man mit dem Welpen alles Mögliche
unternehmen, natürlich nicht alles am selben
Tag. Auto-, Lift-, Sesselbahn-, Zugfahren,
Einkaufszentrum und Altersheim besuchen,
Stadtspaziergang, Schiessplatz, Leute
besuchen... Auf jeden Fall Acht geben, dass
es für den Welpen nicht zu einer
Stresssituation kommt. Wenn ihm unwohl wird
sofort mit Spiel ablenken und die Übung zu
einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Ihn
können leider auch schlechte Erfahrungen
prägen.
Jagd
Die meisten Akitas neigen zum Jagen, es
liegt ihnen schon im Blut! Dies wird man
ihnen ohne brutale Mittel auch nicht
austreiben können, aber man kann es in
Grenzen halten, indem man jedes Jagen von
Blättern, die im Winde flattern unterbindet
und keine Jagdspiele inszeniert.
Davonlaufen
Das Wichtigste ist, dass man niemals dem Welpen nachläuft.
Im Gegenteil, wenn er sich zu weit entfernt,
geht man in die entgegengesetzte Richtung.
Man kann sich ruhig auch verstecken, damit
er es ein Bisschen mit der Angst zu tun
bekommt und weiss, dass er immer schauen
muss wo der Führer ist, um ihn nicht zu
verlieren.
Alleine bleiben
Ich würde dem Welpen zuerst Zeit geben eine
Bindung zum Menschen aufzubauen und erst
nach einer Zeit das Alleine bleiben üben.
Am Besten übt man das Alleine bleiben, wenn
der Welpe müde und satt ist. Man zieht
Schuhe und Jacke an und schliesst die Türe,
verlässt die Wohnung schweigend und
schliesst die Türe, als würde man länger weg
bleiben. Zuerst sind es nur 5 Minuten,
vielleicht um den Briefkasten zu leeren und
noch kurz mit der Nachbarin ein paar Worte
zu wechseln. Das nächste Mal 15 Minuten,
eventuell eine Zeitschrift anschauen. Bei 30
Minuten, habe ich ein Buch mit ins Auto
genommen. Ab 45 Minuten lohnt es sich schon
zum Einkaufen zu gehen.
Beim Zurückkehren ist es wichtig, so normal wie möglich zu
sein, auch wenn die Wiedersehensfreude uns
fast umbringt. Damit der Welpe nicht
bestätigt wird, wie arm er doch ganz alleine
gewesen ist.
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